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03.05.2020, 20:12 Uhr

Hinter der Stadtgrenze sind Schulen mit der digitalen Wirklichkeit weiter

Die CDU Hanau reagiert in ihrer jüngsten Pressemitteilung auf die von Bürgermeister Weiß-Thiel angekündigte Einführung von Microsoft 365 für Homeschooling. 

 Zwar zeigte sich die CDU-Fraktion erfreut, dass nun endlich der Schulträger in Hanau etwas für seine Schulen anbiete. Dennoch fragen sich die Christdemokraten, wieso der Schuldezernent Weiß-Thiel erst nach Wochen reagiere. Denn sämtliche Schulen in Hessen sind seit dem 16. März dieses Jahres aufgrund der Corona-Pandemie geschlossen. „Es mussten erst 7 Wochen vergehen, bevor die Verantwortlichen in der Stadt den Schulen digitale Hilfsmittel zur Verfügung stellen. Hier haben Schüler, Eltern und Lehrer schon Wochen früher auf Lösungen vom Bürgermeister Weiß-Thiel gehofft“, so die Fraktionsvorsitzende Isabelle Hemsley.

Die Christdemokraten bemängeln schon seit Jahren den fehlenden Willen des Schuldezernenten, alle Schulen in Hanau mit digitaler Hard- und Software auszustatten. Ergänzend weist die CDU auf die Schulrealität im Main-Kinzig-Kreis hin. Dort seien alle Schulen ans Glasfasernetz angeschlossen und die Schulen würden seit Jahren mit Microsoft 365 arbeiten. Schulkinder, die in Maintal oder Erlensee zur Schule gehen, würden die Lernumgebung bereits seit Wochen nutzen. „Es ist umso erstaunlicher, dass hier der Bürgermeister von einer Punktlandung spricht. Diese wäre gewesen, wenn sich der Schulträger in Hanau für das Lernen der Zukunft genauso verantwortlich fühlen würde, wie andere Schulträger in Hessen und mit der Bereitstellung digitaler Lernsysteme bereits vor Jahren begonnen hätte“, so der Stadtverbandsvorsitzende Joachim Stamm.

Daher zeige man sich auch verwundert, dass Bürgermeister Weiß-Thiel nun äußert, dass Hanau einer der ersten Schulträger sei, der dieses Lernsystem installiere. Auch verstehe man seitens der CDU Hanau nicht die Kommunikationspolitik des Bürgermeisters, da ursprünglich das Angebot zum digitalen Lernen bereits nach den Osterferien starten sollte. „Per Pressemitteilung hat Bürgermeister Weiß-Thiel ein lauffähiges System zum Ende der Osterferien ankündigt. Warum verspricht der Bürgermeister zwei Wochen später erneut vollmundig, jetzt gehe es los? Hier fragen wir uns schon, ob der Schulträger auf einer verlässlichen Basis mit seinen Schulen und vor allem mit den Eltern zusammenarbeitet“, äußern sich Stamm und Hemsley abschließend.