Hanau, den 23.01.2026. Am vergangenen Dienstag hat die CDU Hanau die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Serap Güler, zu einer gut besuchten Veranstaltung im CENTRAL am Marktplatz in Hanau empfangen. Eröffnet wurde der Abend vom heimischen Bundestagsabgeordneten Pascal Reddig, der in seinem Grußwort die Bedeutung eines offenen Dialogs über Migration und Integration hervorhob und betonte, dass ohne den Einsatz von Menschen mit Einwanderungsgeschichte weder der wirtschaftliche Erfolg noch der gesellschaftliche Zusammenhalt in Deutschland denkbar wären.
Unter dem Titel „Gestern Gastarbeiter – heute Fachkräfte: Gemeinsam Zukunft bauen“ stand der Abend ganz im Zeichen von Migration, Integration und gesellschaftlichem Zusammenhalt.
Nach einem Impulsvortrag der Staatsministerin fand im CENTRAL eine Podiumsdiskussion mit Isabelle Hemsley, Stadträtin der Stadt Hanau und Oberbürgermeisterkandidatin der CDU Hanau, sowie Aysegül Aydin, Gründerin und Geschäftsführerin des Pflegedienstes Güven, statt. Die Diskussion beleuchtete das Thema Migration aus unterschiedlichen Perspektiven – politisch, wirtschaftlich und ganz konkret aus der Praxis.
Im Mittelpunkt stand dabei die Anerkennung der Leistungen von Menschen mit Einwanderungsgeschichte, die seit Jahrzehnten einen unverzichtbaren Beitrag zum Wohlstand und Zusammenhalt unseres Landes leisten. Diskutiert wurden unter anderem Aufstiegschancen in Deutschland, der aktuelle Integrationsbedarf sowie die Bedeutung von Bildung, Sprache und gesellschaftlicher Teilhabe.
Ein zentrales Fazit des Abends brachte Isabelle Hemsley auf den Punkt: „Integration gelingt nur, wenn Fördern und Fordern gemeinsam gedacht werden. Dazu gehören ein respektvoller Umgang, gegenseitige Wertschätzung und die Möglichkeit, die eigene kulturelle Identität zu bewahren – ohne dabei Kompromisse bei den gemeinsamen Regeln und Werten eingehen zu müssen. Integration ist keine Einbahnstraße, sondern eine gemeinsame Aufgabe, die Engagement von allen Seiten erfordert.“
Staatsministerin Serap Güler machte deutlich, wie wichtig es sei, die Lebensleistungen der sogenannten Gastarbeitergeneration anzuerkennen. Viele von ihnen hätten den Grundstein für heutige wirtschaftliche Stärke gelegt und den Weg dafür bereitet, dass ihre Kinder und Enkel heute als Fachkräfte, Unternehmerinnen, Akademiker oder politische Entscheidungsträger Verantwortung übernehmen.
Serap Güler selbst steht beispielhaft für diesen Weg: 1980 in Marl geboren, zog sie 2012 als erste Landtagsabgeordnete mit türkischen Wurzeln in den nordrhein-westfälischen Landtag ein, wurde 2021 Bundestagsabgeordnete und ist seit 2025 Staatsministerin im Auswärtigen Amt.
Auch Aysegül Aydin verdeutlichte in der Diskussion, wie Integration in der Praxis gelingen kann. Dabei hob sie ganz besonders die Relevanz sprachlicher Bildung hervor. Als Gründerin und Geschäftsführerin des Pflegedienstes Güven beschäftigt sie mit über 270 Mitarbeitenden einen der größten kultursensiblen Pflegedienste Deutschlands. Mit mehreren Niederlassungen zwischen Aschaffenburg und Mainz leistet ihr Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung im Pflegebereich.
Die CDU Hanau sieht in der Veranstaltung ein starkes Signal an die hier lebende Community: Migration ist Teil unserer Geschichte, Fachkräfte mit Einwanderungsgeschichte sind Teil unserer Gegenwart und gemeinsam gestalten wir Zukunft.

