Presse

26.01.2020, 20:14 Uhr

Städtebauliche Nachnutzung für Culture Club gefordert

Die zukünftige und sehr wahrscheinliche Schließung des Culture Clubs in Wolfgang beschäftigt die Hanauer CDU. Mit Schließung des Culture Clubs würde die Stadt ein Aushängeschild des Hanauer Nachtlebens verlieren.

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Wenngleich das Clubsterben ein sich abzeichnender Trend im Rhein-Main Gebiet ist, was vor allem im Zusammenhang mit einer sich ändernden „Ausgeh-Kultur“ steht, wäre es für die Stadt Hanau ein großer Verlust die Location Pulvermühle aufzugeben.

Die Räumlichkeiten könnten künftig für Kleinkunst und Livemusik genutzt werden, auch wurde die Location bereits in der Vergangenheit für Events wie beispielsweise Designer-Flohmärkte genutzt. Eine solche Nutzung wäre zukünftig, auch ohne das eigentliche Club-Geschehen vorstellbar. Ebenfalls könnte man die Räumlichkeiten für Firmen- oder Vereinsevents zur Vermietung anbieten. Zudem bestünde die Möglichkeit hier einen Treffpunkt für das wachsende Stadtgebiet um den Club herum zu schaffen. Zumal das Restaurantangebot im Club selbst und auf der gegenüberliegenden Straßenseite ersatzlos wegfiel.

„Alternative und hybride Nutzungskonzepte sind mittlerweile nicht nur ein Trend, sondern können verschiedenartige Nutzungskonzepte erfolgreich vereinen“, stellt die Fraktionsvorsitzende der Hanauer CDU Isabelle Hemsley fest.

In der Stadtverordnetenversammlung vom 16.12.2019 beschlossen die Hanauer Stadtverordneten eine Vorlage, wonach sich die Stadt ein Vorkaufsrecht für Flächen von städtebaulicher Relevanz sichert. Die Vorlage, die einstimmig versabschiedet wurde, gilt allerdings bis Dato nur für das Innenstadtgebiet.

Im Falle des Culture Clubs sollte die Stadt Hanau prüfen, ob sie auch hier von einem Vorkaufsrecht Gebrauch machen und die Immobilie von der Erbengemeinschaft erwerben kann, die einen Verkauf anstrebt. Die zukünftige Nutzung könnte in Absprache mit sozialen Trägern, wie beispielsweise dem JUZ, oder der HMG (für Märkte) erfolgen, wenn sich kein geeigneter Betreiber findet.

Abschließend wünschen sich die Hanauer Christdemokraten ein proaktives Vorgehen seitens der Stadt alternative Nutzungskonzepte zu entwickeln und den letztlichen Erhalt der Immobilie zu sichern.