Presse

22.01.2019, 20:59 Uhr

Dokumentationszentrum Hanauer Militärgeschichte

CDU Großauheim/Wolfgang informiert sich über geplantes Dokumentationszentrum Hanauer Militärgeschichte

Christopher Göbel, Vorsitzender der CDU Großauheim/ Wolfgang konnte in der letzten Vorstandssitzung die ehemalige Oberbürgermeisterin der Stadt Hanau, Margret Härtel, begrüßen. Härtel, mittlerweile Vorsitzende des Fördervereins "Dokumentationszentrum Hanauer Militärgeschichte e.V." berichtete den Anwesenden über die neueste Entwicklung rund um das geplante Zentrum. Die Mitglieder des CDU-Ortsverbandes zeigten sich erfreut, dass das geschichtsträchtige Zentrum im Stadtteil Wolfgang sein zu Hause finden soll.

„Für mich sowie den gesamten Verein ist es von großer Bedeutung, dass mit der ehemaligen Wolfgänger Verwaltungsstelle - der früheren Pulvermühle Wolfgang - so schnell ein Domizil gefunden werden konnte“, so die Vorsitzende.

Der erst vor rund dreieinhalb Jahren gegründete Verein hat somit die große Chance seine Idee zeitnah auch umzusetzen. Dass mit dem Gebäude in Wolfgang nun das Zentrum realisiert werden kann, sei dem Geschäftführer der Baugesellschaft, Jens Gottwald, zu verdanken. Mit seinen Mitarbeitern werden nun die erforderlichen Umbaumaßnahmen in Angriff genommen.

Härtel skizzierte in der Sitzung noch einmal kurz die Entstehung und das Ziel des Dokumentationszentrums. „Hanau“, so die Vorsitzende, „ist mit dem Abzug der Amerikaner erstmalig in seiner gesamten Geschichte militärfrei.“ Seit Hanau als Ansiedlung erwähnt wurde, war die Stadt ständig militärisch geprägt. Die Geschichte der Stadt ist insgesamt daher auch gleichbedeutend mit der Militärgeschichte. Für den Verein sei ihr Stellvertreter Jens Arndt ein unglaublicher Gewinn. Keiner kann detaillierter und so kenntnisreich über die gesamten geschichtlichen Ereignisse Hanaus über die Jahrhundert hinweg berichten.

„Geschichte habe immer einen Anfang, aber nie ein Ende. Nachdem jetzt sichtbar viele militärische Einrichtungen für friedlich Zwecke genutzt werden, sei man seitens des Vereins Dokumentationszentrum Hanauer Militärgeschichte der Auffassung, dass auch diese Entwicklung der Stadt von großer Bedeutung ist. Somit soll auch die bisher so hervorragend gelungene Konversion ein Thema im neuen Zentrum sein“, so Härtel.

Als durchaus sinnvoll ist es laut Härtel, dass das Deutsche Rote Kreuz sowie der Wolfgänger Geschichtsverein noch Räumlichkeiten im Gebäude des Dokumentationszentrums nutzen. Ein geplanter Konferenzraum, digital und modern ausgestattet, kann dadurch auch von diesen beiden Vereinen genutzt werden. Durch diese Kombination der Nutzung ist es laut OB Kaminsky auch vertretbar, dass die Stadt hierzu einen finanziellen Beitrag leistet.

Für den Verein Dokumentationszentrum Hanauer Militärgeschichte stehen zunächst der gesamte Eingangsbereich, das Erdgeschoss und das Untergeschoss zu Verfügung. Nicht vorgesehen sind die Räume in den Obergeschossen. Diese werden noch von Mietern genutzt. „Der Vorstand wird nun gemeinsam mit Fachleuten ein räumliches als auch inhaltliches Konzept erarbeiten. Denkbar wäre der Einzug in das neue Dokumentationszentrum eventuell im Frühjahr oder Sommer 2020,“ so die Vorsitzende.

Christopher Göbel als auch der übrige Vorstand der CDU Großauheim/Wolfgang, dem auch der Vorsitzende der CDU Hanau, Joachim Stamm angehört, zeigten sich erfreut über den "Neuzugang" des geschichtsträchtigen Vereins in Wolfgang. Im Rahmen der Informationsveranstaltung wurden viele Fragen zum Dokumentationszentrum beantwortet, aber auch Ideen hierzu ausgetauscht. So könnte sich die CDU vorstellen, dass der im Dokumentationszentrum geplante Konferenzraum möglicherweise eine gute Tagungsstätte für die regelmäßig auch in Wolfgang stattfindenden Sitzungen des Ortsbeirats Großauheim/Wolfgang wäre. „Alles eine Sache der Organisation“, griff Härtel abschließend diesen Gedanken mit auf.