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28.09.2017, 09:00 Uhr

Nicht nur Fordern, sondern an Umsetzung arbeiten

In ihrer Reaktion auf eine Veranstaltung mit dem hessischen Kultusminister Prof. Alexander Lorz zum „Pakt für den Nachmittag“ hat die SPD Hanau einiges an Fakten verschwiegen.

Der Pakt für den Nachmittag ist alles andere als ein schöner Slogan, sondern bietet Familien eine verlässliche und pädagogische Betreuung Ihrer Kinder bis in den Nachmittag. „Fakt ist, dass mit Beginn dieses Schuljahres 21 von 33 Schulträger hessenweit an dem Programm teilnehmen. Dies entspricht einer Abdeckung von 2/3 aller hessischen Grundschulen. Somit ist die von der SPD angegebene hohe Ablehnung landesweit nicht zu erkennen. Die Hanauer SPD täte gut daran, sich mit bereits teilnehmenden Kommunen auszutauschen, dort würde sie auch ein anderes Feedback sowohl von Eltern-  als auch Lehrerseite erhalten“, kommentiert der schulpolitische Sprecher der CDU Fraktion Hanau Helge Messner die jüngste Meldung der SPD Hanau. Die hessische Landesregierung hat auch im Jahr 2017 wieder Landesmittel von mehreren Millionen Euro für den weiteren Ausbau in die Ganztagsbetreuung der Schulen investiert und bis zu 230 zusätzliche Lehrerstellen für die Nachmittagsbetreuung aus einem Guss geschaffen. Ein flächendeckender Ausbau der Ganztagsbetreuung gelingt nicht von heute auf morgen, jedoch können zusätzliche Angebote, wie die des Paktes, zu einer weiteren wichtigen Förderung und Entlastung von Familien und Kommunen im Bereich der Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen. Mit einer pauschalen Ablehnung des Paktes durch die SPD und dem Hinweis auf Ablehnung durch die Lehrerschaft, werden Verbesserungen für die Eltern aus politischen Gründen schlecht geredet. Voraussetzung dafür seien offensive und in der Sache motivierte Gespräche mit Lehrern und Eltern, fordern die Christdemokraten.

Nachdem die Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2015 eine entsprechende Interessensbekundung zur Teilnahme am Pakt ausgesprochen hat ist das Thema in den Gremien stiefmütterlich behandelt worden“, hält die Fraktionsvorsitzende der CDU Hanau Isabelle Hemsley fest. Bürgermeister Weiß-Thiel sollte sich als verantwortlicher Schuldezernent die Frage stellen, warum die Hanauer Grundschulen die Teilnahme bisher abgelehnt haben. „Die Ablehnung der Schulen liegt mit Sicherheit nicht an dem Programm als solches, sondern an offenen Fragen und gemachten Erfahrungen im Verhältnis zwischen Schule und Schulträger. Hier sollte ein eventuell eingebüßtes Vertrauen erst wieder aufgebaut werden und der Schuldezernent muss noch offensiver und lösungsorientierter mit den Schulen in Kontakt treten. Eine reine Interessenbekundung reicht nicht aus, wenn man wirklich an einem Programm teilnehmen möchte“, stellen Messner und Hemsley abschließend fest.